Was unsere Kaffees besonders macht

am Beispiel der Hacienda Pilas, Costa Rica

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Soziale Verantwortung

Auf der Hacienda Pilas achtet man darauf, dass alle Partner zu ihrem Recht kommen: die Natur wird schonend behandelt, die Landarbeiter werden respektiert und bekommen ihren gerechten und existenzsichernden Lohn, der Gewinn löst sich nicht von der Produktion ab, um Wohlstand für einige Wenige zu schaffen. Deshalb lebt die Produktion mit ihren verschiedenen Akteuren mitten in einer lebendigen Gemeinschaft.
Hemmungslose Bodenausbeutung für den Reichtum einiger weniger hinterlässt nicht nur die Wüste, die wir von der Plantagenkultur kennen. Sie zerstört auch das soziale Leben. Und sie behandelt ihre Arbeitskräfte als auszubeutende Objekte.

In Pilas arbeiten aber 30 fest angestellte Arbeiter, die meisten von ihnen schon über 20 Jahre; dazu kommen in der Erntezeit von Oktober bis Januar an die 400 Pflücker und Pflückerinnen: Da benötigt man nicht nur ein günstiges Natur-, sondern auch ein gutes Betriebsklima. Es handelt sich um eine eigene kleine Kultur, ein Lebensgefühl, einen Ort zum Lernen und zum Feiern.
Die Gesetze für Soziales, für Arbeitssicherheit und Gesundheit sind in Costa Rica sehr fortschrittlich. Sie werden auf der Hacienda Pilas strikt angewendet. Die Arbeiter wohnen nicht in irgendwelchen Baracken, sondern in guten Häusern mit Wasser und Strom. Die Kinder sind schulpflichtig, also gibt es keine Kinderarbeit. Besonders herausragende Arbeitskräfte erhalten einen Schulbonus, eine finanzielle Unterstützung bei der Erziehung des Nachwuchses.
Über die Familien ist natürlich auch der Kontakt mit der nahegelegenen Ortschaft Naranjo sehr eng. Wer soziale Verantwortung tragen will, muss sich besonders um die Zukunft der Generationen kümmern, also hier und jetzt für die Kinder und Jugendlichen. Hier werden Programme zur Bildung und Praxis im Bereich Wasserqualität, Umweltschutz und Recycling aufgelegt.
In die Erntesaison fällt das Weihnachtsfest, das vor allem für den Nachwuchs der Arbeiter und Helfer zu einem großen Ereignis wird. Jedes Kind bekommt ein Geschenk, man isst gemeinsam, und anschließend gibt es eine Party mit Musik und Theater. Letztens nahmen an die 160 Kinder an diesem Fest teil. Und am Ende der Saison gibt es noch eine Riesenfete. Denn Zufriedenheit und gute Laune sind neben dem relativen Wohlstand die besten Zutaten für einen guten sozialen Zusammenhalt.

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Ökologische Nachhaltigkeit

Costa Rica liegt in den Neotropen, also in einer biogeographischen Region mit einer ganz eigenen Fauna und Flora. Darüber hinaus ist es eines von 20 Ländern mit der höchsten Biodiversität. Das verlangt einen besonders sorgfältigen und schonenden Umgang mit der Natur. Raubbau verbietet sich von selbst. Denn sonst zerstört man nicht nur die Natur, sondern auch die Lebensgrundlage für Produzenten und Konsumenten.
In Pilas arbeitet man deshalb nicht mit einer monokulturellen Plantagenwirtschaft, sondern einer Mischkultur aus Kaffeesträuchern, schattenspendenden Bäumen, Orangen usw.

Die so genannte Agrarforstwirtschaft ist ein Produktionssystem, das Elemente der Landwirtschaft mit denen der Forstwirtschaft kombiniert. Keine Monokultur.
Dort finden sich auch natürliche und unentgeltliche Arbeitskräfte: die Bienen sind ein wichtiger Wachstums- und Erntehelfer, sie bestäuben die Kaffeeblüten und tragen zu einer reichhaltigen Ernteentwicklung bei.
Ein gutes Mittel gegen die Zerstörung der Natur ist die Vermeidung von Massenproduktion, die Arbeit mit sorgsam gepflegten Pflanzen und eine hohe Qualität.
In Pilas werden ausschließlich die besten Arabica-Bohnen von Hand geerntet. Jedes Jahr wird ein Agrikultur-Plan aufgestellt, um das für Nachhaltigkeit optimale Erntevolumen im Verhältnis zur Qualität zu bestimmen. Außerdem werden darin die Aktivitäten zur Erneuerung alter Anbauflächen und die Erhaltung der jugendlichen Frische, Kraft und Gesundheit des Pflanzenbestandes festgehalten. Damit kann man den Einsatz von Chemie vermeiden. Die Produktion der Hacienda Pilas erhält das Siegel der „Rainforst Alliance“ im Rahmen der NGO Sustainable Agriculture Network seit über acht Jahren.

Deshalb führt die Hacienda Pilas spezielle Programme für unsere Hoffnungsträger durch. So gibt es beispielsweise am 15. März jedes Jahr landesweit den „Tag des Baumes“. In Pilas beginnen rund 150 Kinder der Gemeinde Naranjo mit ihrem Unterricht und gehen dann auf das Feld, um dort Bäume zu pflanzen. Damit werden einige der mehr als 300 endemischen Baumarten für den Schutz der lokalen Wasserquellen und die Beherbergung der heimischen Artenvielfalt wiedergewonnen.
Einen ähnlichen Zweck verfolgt ein Recycling-Programm. Bekanntlich kann die einheimische Bevölkerung häufig den Wert ihrer Umwelt nicht richtig einschätzen. Hier werden noch einmal Junge und Alte an den Gedanken der Müllvermeidung und Wiederverwertung herangeführt. Das Recycling -Programm ist ein wichtiger Punkt für unsere Umweltschutzarbeit.
Das Programm wird jährlich theoretisch und praktisch für die einheimische Kinder und Nachbarn durchgeführt. Sie sollen hier die Konzepte und Bedeutung von Recycling lernen. Dafür stellen wir eine Lagerhalle auf dem Geländer der Hacienda Pilas zur Verfügung, wo die Kinder über die weitere Nutzung des gesammelten wiederverwertbaren Mülls lernen. So werden zum Beispiel aus alten Plastikflaschen verschiedene neue Produkte wie Lampen oder Taschen.
Nachhaltigkeit für die Produktion von Lebens- und Genussmitteln wird nicht zuletzt auch dadurch erreicht, dass keine zusätzlichen Folgekosten der Kaffeeproduktion entstehen. Dazu gehören etwa internationale Spekulationen auf Lebensmittel sowie um- wie abwegige Transporte.
Unser Costa Rica Café kommt direkt vom Erzeuger Pilas ins Land, wird in einer Münchner Manufaktur schonend geröstet und kann dann sofort aus der Tasse genossen werden. Es garantiert vor Ort die höchsten Standards bei der Herstellung und Verarbeitung: keine Chemie, kein Raubbau am Regenwald.
Die Arbeit von Rainforest Alliance sorgt dafür, dass viele Millionen Hektar Wald, Acker-und Weideflächen nachhaltig bewirtschaftet werden und Forstbetriebe, Bauernhöfe, Rinderfarmen und Hotelimmobilien strenge Nachhaltigkeits-Standards erfüllen. Dazu gehören auch die Sicherung der Rechte und des Wohlergehens der Menschen, die in diesen Unternehmen beschäftigt sind.
Wer Nachhaltigkeit sagt, muss auch Zukunft sagen. Die Zukunft sind Kinder und Jugendliche, denen Umweltbewusstsein und Naturerhaltung eine Selbstverständlichkeit werden.

Kaffees von der Hacienda Pilas

  • Costa Rica Naranjo100% Arabica-Kaffee

  • Costa Rica Naranjo100% Arabica-Espresso

  • Costa Rica Nara Bio100% Arabica-Kaffee

  • Costa Rica Nara Bio100% Arabica-Espresso

Geschichte & Herkunft

Costa Rica ist mit rund 51.000 Quadratkilometer das zweitkleinste Land Lateinamerikas zwischen Karibik und Pazifik. Seine 4,5 Millionen „Ticos“ sollen dem einheimischen Sprichwort nach die glücklichsten Menschen der Welt sein. Das könnte damit zu tun haben, dass man bereits 1949 das Militär zugunsten von Bildungs-, Gesundheits- und Umweltprogrammen abgeschafft hat. Seitdem leben die Einwohner und die gern gesehenen Öko-Touristen in einer der stabilsten Demokratien der Region.
Das Land wird von einer hohen Bergkette (der Cordilleras) mit einer Anzahl von zum Teil noch tätigen Vulkanen längs geteilt. Die fruchtbaren Vulkanböden mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen sind ideal für den Kaffeeanbau. Er bestimmt einen Großteil der Wirtschaft Costa Ricas und ist die Haupteinnahmequelle für mehr als 55 000 Familien. Die Kaffeeproduktion ist geradezu das Entwicklungsmodell für das ganze Land – seit 100 Jahren und für die Zukunft.
Die Hauptanbaugebiete sind Tarrazu, Brunca, Orosi, Tres Rios, Guanacaste, Turrialba, Central Valley und Occidental Valley. Es wird ausschließlich hochklassiger Arabica angebaut. Das gilt auch für die Hacienda Pilas im West-Valley, Bezirk Naranjo in der Provinz Alajuela. Am Fuße des Vulkans Poás mit seinen stattlichen 2704 Metern liegt eines der komplexesten Anbaugebiete mit einem angenehmen Klima und feuchten wie trockenen Jahreszeiten im Wechsel. Ausgedehnte Wälder bieten Schatten, eine der weltweit hochkarätigsten Biodiversitäten, mit einer wunderbaren Vielfalt an Fauna und Flora. Die Hancienda befindet sich an steilen Hängen in einer Höhe um die 1300 m.

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